Chexbres:
Walter Baumgartner (8.0) vor Werner Pollermann (7.0) und Walter Maeschli (6.5)

Der überlegene Turniersieger ist natürlich kein unbeschriebenes Blatt, war er doch schon 1993 und 1995 Schweizer Seniorenmeister. Bei den Turnieren der Schweizer Schach Senioren gewann er 2002 in Adelboden und 2003 in Weggis. Hier in Chexbres, in seiner engeren Heimat, buchte er sieben Siege nebst zwei Remispartien gegen den positiv überraschenden Turnierdritten, Walter Maeschli, sowie Neumitglied Michel Hersperger. Dies liesse darauf schliessen, dass die Gegnerschaft nicht mithalten konnte. Mitnichten: Der versierte Turnierleiter Karl Eggmann hätte ihm in Runde 6 nach dramatischem Fight ebenfalls beinahe einen halben Punkt abgenommen, bevor er dann unglücklich direkt ins Matt lief. Ähnlich erging es Werner Koch, welcher in der zweiten Runde ein Endspiel aufgab, weil er den das Unentschieden sichernden Zug übersah. Betrachtet man die ELO-Zahlen, so gilt besonders Walter Maeschli hervorzuheben (Rang 3) mit einem Sprung von ca. + 70, dann Hanspeter Reutimann (Rang 4), ca. + 50, wie auch Werner Pollermann (Rang 2), ca. + 40. Von den Abstürzen schweigt des Schreibers Höflichkeit. Doch hier gilt der Spruch zum Trost für die Verlierer: Zu einer guten Schachpartie gehören immer zwei! Zu den 23 Teilnehmenden, welche neben dem Turnierschach auch das herbstliche Waadtland erkunden konnten, – Höhepunkt: gemeinsamer Ausflug nach Les Pléiades unter kundiger Führung von Rolph Haefelfinger – , gehörten auch zwei Damen, Rosel Ingold und Rosmarie Bombeli, die sich am letzten Tag noch einen verbissenen Kampf lieferten.
Insgesamt brachte es Präsident Karl Denzinger beim Start zur Schlussrunde auf den Punkt: «Ein schönes Turnier ist bald vorüber. Persönliche Werbung ist dazu geeignet, die Teilnehmerzahlen zu verbessern. In diesem Sinne auf ein gutes nächstes Jahr!»


Von links nach rechts: Werner Pollermann, Walter Baumgartner, Walter Maeschli

Schlussrangliste

Rang Teilnehmer Elo Wohnort Anzahl
Partien
Punkte Buch-holz Buchh
Summe
1.
Baumgartner,Walter
1989
St-Légier
9
8.0
40.0
282.5
2.
Pollermann,Werner
1819
Grenzach-Wyhlen
9
7.0
40.5
280.0
3.
Maeschli,Walter
1692
Riehen
9
6.5
42.0
277.5
4.
Reutimann,Hans-Peter
1691
Dübendorf
9
6.0
41.5
277.0
5.
Eggmann,Karl
1838
Schönenberg
9
5.5
42.0
278.0
6.
Lüthi,Marcel
1707
Hinwil
9
5.5
33.0
256.5
7.
Koch,Werner
1800
Oberwil
9
5.0
42.0
273.5
8.
Hersperger,Michel
1802
Epalinges
9
5.0
37.5
258.5
9.
Weder,Hans Peter
1926
Altstätten
9
5.0
37.0
256.0
10.
Haefelfinger,Rolph
1630
Blonay
9
5.0
36.0
254.5
11.
Denzinger,Karl
1767
Uhwiesen
9
4.5
35.0
249.5
12.
Bombeli,Max
1606
Gattikon
9
4.5
33.0
241.5
13.
Brand,Michel
1611
Herrliberg
9
4.5
32.5
265.5
14.
Chivaux,Serge
1664
Couvet
9
4.5
31.5
246.0
15.
Lippuner,Hans
1644
Steinhausen
9
4.0
36.0
258.0
16.
Ruhle,Ernst-Albrecht
1612
Bargteheide
9
4.0
34.5
268.5
17.
Ingold,Rosel
1535
Nidau
9
4.0
33.0
248.0
18.
Treichler,Peter
1637
Volketswil
9
4.0
32.5
247.0
19.
Strack,Johann
1525
Wetzikon
9
4.0
29.0
248.0
20.
Strahm,Armin
1654
Sigriswil
9
3.5
36.0
245.0
21.
Neitzsch,Richard
1660
Uster
9
3.5
31.5
233.5
22.
Bombeli,Rosmarie
1520
Gattikon
9
2.0
29.5
232.0
23.
Deller,Henri
1435
Dürnten
9
2.0
29.0
227.0

 

Fortschrittstabelle